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Original Siegener Zeitung in unserem Zeitungsarchiv
(Tageszeitung aus Siegen in NRW, größte Zeitung im Siegerland)

Aus folgenden Jahren finden Sie die Zeitung Siegener Zeitung in unserem Archiv:

1920er

  • 1920
  • 1921
  • 1922
  • 1923
  • 1924
  • 1925
  • 1926
  • 1927
  • 1928
  • 1929

1940er

1980er

Siegener Zeitung

Die Siegener Zeitung erscheint seit 1893 an jedem Werktag und gilt als auflagenstärkste Tageszeitung im Raum Siegen-Wittgenstein. Sie versteht sich selbst als Heimatzeitung und verzichtet im Vergleich zu anderen Tagesblättern auf den üblichen Mantel. Stattdessen präsentiert sie im ersten Teil Lokalnachrichten, die in den überregionalen Nachrichtenteil eingebettet sind.

Die Geschichte des Mediums nahm bereits im Jahr 1810 ihren Auftakt, als der zuvor beruflich mit dem Vertrieb von Wein befasste Jacob Heinrich Vorländer Anteile an einer Druckerei erwarb, die er nur drei Jahre später vollständig übernehmen konnte. Zusätzlich zu einer Reihe von Schriften gab Vorländer in den Jahren 1816 und 1817 das Siegenische Wochenblatt heraus, das in der Tradition des Presseorgans Dillenburgische Intelligenz-Nachrichten stand. 1822 wurde Vorländer die Genehmigung dazu erteilt, ein Intelligenz- und Wochenblatt im Sinne der vorherrschenden, obrigkeitsstaatlichen Bedingungen zu veröffentlichen. Die Genehmigung ging mit der Verpflichtung einher, den Regenten in Arnsberg ein Belegexemplar pro Ausgabe zukommen zu lassen und Bekanntmachungen der Obrigkeit stets unentgeltlich in die Zeitung aufzunehmen. Die Bedingungen dienten insgesamt vor allem dem Ziel, abzusichern, dass die Herrschenden jederzeit Zensur üben konnten. Allen Hürden zum Trotz publizierte Vorländer am 10. Januar 1823 die erste Ausgabe des Mediums Siegerländer Intelligenz-Blatt. Im Laufe der folgenden Jahre erfuhr das Presseorgan eine Reihe von Namensänderungen, bis es schließlich im Jahr 1873 den heute noch gültigen Titel Siegener Zeitung erhielt.

Die Ausrichtung des Blattes wurde von einem konservativ-liberalen Kurs geprägt, bis sich die Redaktion in der Weimarer Republik auf die Seite des antidemokratischen, völkisch orientierten Lagers schlug, dem auch die NSDAP zugeordnet werden kann. In Hinsicht darauf ist es nicht vollkommen verwunderlich, dass sich die Zeitung nach der Machtübernahme als "Organ des nationalsozialistischen deutschen Staates und des unter Adolf Hitlers Führung erwachten Volkes" bezeichnete. Und ebenso wenig verwunderlich ist es, dass die britische Verwaltung aufgrund dieser bekennend nationalsozialistischen Ausrichtung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges keine Lizenz zur Fortführung der Siegener Zeitung erteilte.

In Ermangelung der erforderlichen Genehmigung konnte die Tageszeitung erst 1949 wieder produziert werden. Seither bildet sie eine feste Größe innerhalb des rechten, konservativen Meinungsspektrums. Ihre Auflagenstärke liegt aktuell bei 53.473 verkauften Exemplaren (Stand 1. Quartal 2015).

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