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Original Der Spiegel in unserem Zeitungsarchiv
(Bedeutendes deutsches Nachrichtenmagazin)

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1940er

Der Spiegel

Das wöchentlich erscheinende Nachrichtenmagazin Der Spiegel gilt als eines der bedeutendsten Leitmedien der Bundesrepublik.

Als sein direkter Vorläufer gilt die Zeitung Diese Woche, die seit November 1946 unter der Leitung der britischen Militärverwaltung erschien.
Zu Beginn des Jahres 1947 wurde die Zeitung dann vollständig in deutsche Hände überantwortet. Rudolf Augstein, der zuvor Leiter des Deutschland-Referats von Diese Woche gewesen war, bekam die Verlegerlizenz. Rasch erhielt das Magazin seinen heute weithin bekannten Namen Der Spiegel, der für eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte steht.
Diese resultiert sicher nicht zuletzt aus dem Anspruch, den seine Macher 1949 im Spiegel-Statut formulierten: "Alle im Spiegel verarbeiteten und verzeichneten Nachrichten, Informationen, Tatsachen müssen unbedingt zutreffen. Jede Nachricht und jede Tatsache ist […] peinlichst genau nachzuprüfen." Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde u.a. das Spiegel-Archiv ins Leben gerufen, das heute als weltweit größte Dokumentations- und Rechercheabteilung eines Nachrichtenmagazins gilt.

Sicher ist es auch akribischer Recherche zu verdanken, dass die Zeitschrift im Verlauf ihrer Geschichte gleich mit einer ganzen Reihe spektakulärer Enthüllungen aufwarten konnte. So deckte das Medium bereits 1950 einen Bestechungsskandal im Rahmen der Wahl der Bundeshauptstadt auf, enthüllte 1982 die Affäre um die Neue Heimat und leitete 1987 die Barschel-Affäre ein.

Das Konzept hat sich durchgehend als äußerst erfolgreich erwiesen. Mit einer Auflage von 878.260 Exemplaren führt Der Spiegel heute nicht nur die Liste der Verkaufszahlen in Deutschland an, sondern stellt das auflagenstärkste wöchentliche Nachrichtenblatt Europas (Stand 3. Quartal 2014).
Das Vorgehen der Macher ist jedoch durchaus nicht immer unumstritten gewesen – im Gegensatz zum Wert der Wochenzeitung für die bundesdeutsche Medienlandschaft und Meinungsbildung. Hans Magnus Enzensberger, einer der schärfsten Kritiker des Blattes, brachte es in den 1950er Jahren auf den Punkt, indem er ausführte, dass Der Spiegel unentbehrlich sei, solange es in der Bundesrepublik kein kritisches Organ gebe, das ihn ersetzen könne.

Obwohl die Erstausgabe des Nachrichtenmagazins am 4. Januar 1947 und damit an einem Samstag erschien, hat sich seither der Montag als der Tag bewährt, an dem die neue Ausgabe in den Vertrieb gelangt. Ab dem 10. Januar 2015 soll die Zeitung jedoch wieder regulär samstags erscheinen.