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Historische Zeitung - als Geschenk zum Geburtstag oder der Hochzeit

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Zeitung von 1975 - als Geschenk zum Geburtstag oder der Hochzeit

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Einige Beispiele alter Zeitungen aus unserem Archiv

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Was geschah 1975? Ein Rückblick in das Jahr 1975

Dass 1975 das Internationale Jahr der Frau gewesen ist, wird besonders den Isländern gut im Gedächtnis geblieben sein. Denn rund 90% der weiblichen Beschäftigten des Landes nahmen am 24. Oktober 1975 an einem nationalen Streik teil. Damit brachten sie das öffentliche Leben nahezu zum Erliegen.

Für alle anderen markiert das Jahr vermutlich vor allem das endgültige Ende des Vietnamkrieges, das auf die vollständige Einnahme Saigons am 1. Mai folgte. Der kommunistische Norden Vietnams hatte sich mit dem Vietkong gegen die USA und ihren Verbündeten Südvietnam durchgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt war ein Achtel der Gesamtbevölkerung Vietnams dem Krieg zum Opfer gefallen. Zu den Toten zählten 2,6 Millionen Südvietnamesen, von denen weit über die Hälfte Zivilisten waren. Hinzu kamen 58.220 in Vietnam getötete US-Soldaten und eine erschreckende Anzahl an Verwundeten auf allen Seiten.
Die US-Veteranen mussten bei ihrer Rückkehr erschüttert feststellen, wie harsch die US-amerikanische Kriegsbeteiligung im Landesinneren kritisiert worden war. Die Kritik entzog dem Grund für die grausamen Kampfhandlungen jegliche Daseinsberechtigung und ließ ihren Einsatz sinnlos erscheinen. Mehr als 40.000 US-Soldaten waren den schrecklichen Kriegseindrücken mit der Einnahme von harten Drogen begegnet und kehrten als Heroinabhängige heim. Hunderttausende Heimkehrer blieben in der Folgezeit arbeitslos und etwa 300.000 der ca. zwei Millionen Veteranen wurden bis Ende 1972 als straffällig registriert. Hinzu kamen Traumata, von denen mehrere Hunderttausend der Vietnamveteranen betroffen waren und deren Auswirkungen man in jenen Tagen erst zu ahnen begann.

In Spanien endete mit dem Tode des Staatschefs Francisco Franco am 20. November 1975 eine Ära. Spanien galt schon seit 1947 offiziell als Königreich – allerdings als eines ohne König. Am 22. November 1975 änderte sich dies durch die Krönung von Juan Carlos I., der von Franco schon 1969 per Gesetz dazu bestimmt worden war. Aufgrund dieser Vorgeschichte richteten die Spanier keine Erwartungen auf den jungen König, der lediglich als Ziehsohn des Diktators betrachtet wurde. Umso positiver überrascht wurde das Volk, als sich Juan Carlos I. bereits in seiner Thronrede für ein neues, demokratisches Spanien einsetzte. Heute gilt die Rolle, die der bis 2014 amtierende König nach 36 Jahren der Diktatur für den friedlichen Übergang zur Demokratie spielte, als wesentlich.

In der Bundesrepublik Deutschland begann das Jahr mit einer ungewöhnlichen Situation. Alle in den Jahren 1954 bis 1956 Geborenen galten ab dem Neujahrstag als volljährig. Dafür verantwortlich war das Inkrafttreten eines Gesetzes, welches das Eintrittsalter für die Volljährigkeit zum 1. Januar 1975 hin von 21 auf 18 Jahre senkte.

Das Thema, das die bundesdeutschen Tageszeitungen beherrschte, war jedoch weiterhin der Terrorismus. Am 27. Februar 1975 wurde der Berliner CDU-Vorsitzende Peter Lorenz von der Bewegung 2. Juni entführt. Erst am 4. März setzte man ihn im Austausch gegen fünf Strafgefangene wieder auf freien Fuß. Vor allem aber ließ das Jahr 1975 eine neue Anschlagswelle über die Republik rollen und machte damit die Angst vor weiteren Attentaten allgegenwärtig. Dennoch polarisierte der Umgang mit den Ereignissen. Denn neue Polizeimethoden wie etwa die heiß diskutierte Rasterfahndung hatten zwar zu Ermittlungserfolgen geführt, sich jedoch parallel auf eine Vielzahl von Unbeteiligten ausgewirkt.

Auch US-Präsident Gerald Ford sah sich im Jahre 1975 Anschlägen ausgesetzt. Im Herbst 1975 versuchten gleich zwei Frauen, Attentate auf Ford zu verüben. Am 5. September war es eine Anhängerin von Charles Manson, die ihre Waffe auf ihn richtete, ehe sie überwältigt werden konnte. Und am 22. September konnte nur das beherzte Eingreifen eines aufmerksamen Passanten verhindern, dass der Präsident von einer 45-jährigen Hausfrau erschossen wurde.

Zwar konnten nicht alle wie Ford ihren zweiten und gleich noch dritten "Geburtstag" begehen, aber nichtsdestotrotz hat das Jahr 1975 viel Anlass zum Feiern geboten.
So trat etwa am 1. Juli das Washingtoner Artenabkommen in Kraft. Infolgedessen gründete sich am 20. Juli der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland.
Außerdem erblickten beispielsweise Frauenschwarm Bradley Cooper und die US-Miminnen Drew Barrymore, Charlize Theron und Angelina Jolie das Licht der Welt. Ihre britische Kollegin Kate Winslet sowie die "Black Eyed Peas" – Frontfrau Stacy Ferguson, Golfprofi Tiger Woods und Fußballstar David Beckham wurden ebenfalls 1975 geboren.


Die wichtigsten Schlagzeilen aus dem August 1975

In der finnischen Hauptstadt unterzeichneten am 1. August 1975 Vertreter von 35 Staaten die sogenannte Schlussakte von Helsinki. Die auch als KSZE-Schlussakte bekannte Vereinbarung besiegelte die Ergebnisse der knapp zweijährigen Verhandlungen, die im Rahmen der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) in Genf erzielt worden waren. Mit der Vertragsunterzeichnung verpflichteten sich die teilnehmenden Staaten selbst zur Einhaltung eines f riedvollen Miteinanders, das helfen sollte, die Spannungen zwischen Ost und West innerhalb von Europa abzubauen. Dabei fanden verschiedenste Aspekte Berücksichtigung, die sich z.B. auf die Wahrung von Menschenrechten, die Zusammenarbeit in humanitären Angelegenheiten sowie in Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Umwelt oder auf Sicherheitsfragen bezogen. Um die Tragfähigkeit der Vereinbarung zu kontrollieren, wurde verabredet, die Umsetzung der enthaltenen Regelungen in den einzelnen Staaten im Zuge von Folgekonferenzen zu überprüfen.

In einem Artikel in der Ausgabe vom 4. August 1975 beschrieb das Magazin "Der Spiegel", wie ernst auch das Absichern der Sicherheitskonferenz genommen worden war. So hatten nicht nur Journalisten Mühe, zu ihren hochrangigen Gesprächspartnern zu gelangen, sondern für diese selbst galten die strengen Schutzregeln ebenfalls. So durfte etwa Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher vorübergehend nicht in sein Hotelzimmer zurückkehren, weil er das Haus ohne Jacke verlassen hatte und deshalb das Delegationsabzeichen auf dem Revers nicht vorweisen konnte.

Sicher war die Hitzewelle, der sich ganz Europa im August des Jahres 1975 ausgesetzt sah, auch für die Konferenzteilnehmer spürbar und nicht ganz nebensächlich in Hinsicht auf das Zurücklassen der Genscher-Jacke. Auch die nordischen Staaten waren von den hohen Temperaturen nicht verschont geblieben. Beispielsweise in Kopenhagen kam es aufgrund der Wetterlage zu drastischen Ernteausfällen. Europaweit ereigneten sich zahlreiche Notfälle, die auf Kreislaufprobleme zurückzuführen waren. In Paris wurde das Trinkwasser knapp und in Spanien tobten Waldbrände.

In der Bundesrepublik Deutschland begünstigte die aus der Hitze resultierende Trockenheit den Ausbruch der Waldbrandkatastrophe in der Lüneburger Heide. Am 8. August 1975 war ein Flächenbrand nahe der niedersächsischen Ortschaft Stüde außer Kontrolle geraten und hatte im Zusammenspiel mit weiteren Brandherden ein Flammeninferno ausgelöst, das zwei Tage später zur Verhängung des Katastrophenzustandes führte. Der verheerende Großbrand forderte in den nächsten Tagen sieben Menschenleben und zerstörte mehr als 8.000 Hektar Wald sowie eine Reihe von Gebäuden. Die Ereignisse dominierten die Schlagzeilen der deutschen Tageszeitungen über Wochen hinweg. Ein verstörender Bestandteil der Berichterstattung dürfte gewesen sein, dass es in Verbindung mit Brandstiftungen wiederholt zur Verhaftung von Feuerwehrmännern kam. So saßen, während die Flammen noch loderten, bereits sieben Männer aus dieser Berufsgruppe deshalb in Celle im Gefängnis.

Eine vom Feuer jener Tage freigelegte Lichtung wurde von der Anti-Atomkraft-Bewegung übrigens in den 1980er Jahren okkupiert, um von ihr aus die Republik Freies Wendland auszurufen. Als Streifenpolizisten der US-amerikanischen Verkehrspolizei im August 1975 im Rahmen einer Routinekontrolle in einem Randbezirk von Salt Lake City den Fahrer eines VW-Käfers verhafteten, war ihnen noch nicht bewusst, welche Bedeutung ihrem "Fang" zukam. Denn den Beamten gelang es durch puren Zufall, einen der grausamsten Verbrecher der Kriminalgeschichte vorübergehend dingfest zu machen: Ted Bundy. Bundy, dem in den Folgejahren zwei Mal die Flucht aus dem Gefängnis gelingen sollte, bevor er 1978 endgültig festgesetzt und am 24. Januar 1989 hingerichtet wurde, ermordete zwischen 1974 und 1978 in mehreren US-Staaten mindestens 30 junge Frauen und Mädchen.

Als uneingeschränkter Erfolg erwies sich die am 20. August 1975 gestartete NASA-Mission "Viking 1". Die Sonde landete ein knappes Jahr später, am 20. Juli 1976, auf dem Mars und begeisterte mit den ersten detaillierten Bildern von dessen Oberfläche.


Die wichtigsten Schlagzeilen aus dem September 1975

Der Monat September des Jahres 1975 war ein gefährlicher Monat für US-Präsident Gerald Ford. Gleich zwei Frau versuchten, das Staatsoberhaupt zu ermorden, scheiterten jedoch mit ihren Attentatsversuchen. Am Morgen des 5. September 1975 richtete Lynette Fromme, eine Anhängerin von Charles Manson, im Capitol Park in Sacramento einen 45er Colt auf den Präsidenten. Daraufhin wurde sie umgehend von Sicherheitsbeamten überwältigt und später aufgrund der Tat zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Sandy Good, eine Freundin Frommes, die ebenfalls Mitglied der Manson-Family war, gab dem US-Radiosender CBC nach dem misslungenen Anschlag auf den Präsidenten ein Interview. Darin kündigte sie weitere Morde an Personen an, die ihr zufolge für das Waldsterben verantwortlich zeichneten. Am 11. September 1975 konkretisierte sie ihre Morddrohungen, indem sie eine Liste mit den Namen von 70 Todeskandidaten aus Politik und Wirtschaft ausgab. Nur wenige Tage später, am 22. September 1975, unternahm eine US-amerikanische Hausfrau einen weiteren Versuch, US-Präsident Ford mit einer Schusswaffe zu töten. Im Gegensatz zu Fromme gelang es der 45-jährigen Frau sogar, einen Schuss abzufeuern. Dieser verfehlte den Politiker jedoch, da es Zeugen gelungen war, durch ihr energisches Eingreifen die Schussbahn zu beeinflussen.

Auch in den Niederlanden sorgte ein Anschlag für Aufregung. Dieser richtete sich allerdings nicht gegen eine Person: Am 14. September 1975 attackierte ein Mann Rembrandts Gemälde "Die Nachtwache", das im Rijksmuseum in Amsterdam präsentiert wurde, mit einem Messer. Der arbeitslose Lehrer verursachte dadurch schwere Schäden an der Leinwand, die durch die nachträgliche Restaurierung nicht vollständig behoben werden konnten. Dass im Zuge der Instandsetzungsarbeiten präventiv eine schützende Firnisschicht auf das Gemälde aufgebracht wurde, erwies sich später als Glücksfall. Denn dadurch wurde bei einem Anschlag mit Schwefelsäure, dem das Bild am 6. April 1990 ausgesetzt war, lediglich die äußere Lackschicht beschädigt.

Die Zeitungen berichteten in diesen Tagen ausführlich über den Fall "Patty Hearst". Patricia "Patty" Hearst war die Enkeltochter des Medienmoguls Hearst und Tochter seines Nachfolgers Randolph III. Hearst, der 1975 als einer der reichsten Männer Amerikas galt. Am 4. Februar des Vorjahres war die damals 19-jährige von der linksradikalen Symbionese Liberation Army (SLA) entführt und laut eigener Aussage für 57 Tage in einem schallisolierten Schrank gefangen gehalten worden. Ihre Entführer forderten kein Geld für sich selbst, sondern verlangten am 4. April 1974 Lebensmittel im Wert von rund 70 Dollar für jeden der zwei Millionen Bedürftigen Kaliforniens. Obwohl ihr Vater deshalb eine Millionensumme aufwendete, kehrte Patricia nicht zurück. Stattdessen überraschte sie die Öffentlichkeit, indem sie sich zur SLA bekannte. Sie gab an, fortan für diese zu kämpfen, obwohl ihre Entführer ihr angeboten hatten, sie in die Freiheit zu entlassen. In der Folgezeit war die bewaffnete Verlegertochter deutlich auf mehreren Bildern von Videokameras aus überfallenen Banken zu erkennen.
19 Monate lang fahndete man nach ihr, bis sie am 18. September 1975 verhaftet werden konnte.
Am 20. September 1975 erklärte sich ihr Vater bereit, eine Summe in Höhe von 2,7 Millionen US-Dollar als Kaution für Patricia zu hinterlegen. Das Angebot wurde allerdings von staatlicher Seite aufgrund bestehender Fluchtgefahr nicht angenommen und die Verlegertochter blieb in Haft. In einem ersten Prozess wurde sie zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt. Da die Gründe dafür, dass sie sich ihren vorherigen Peinigern angeschlossen hatte, jedoch völlig unklar und dementsprechend unberücksichtigt geblieben waren, setzte sich eine Reihe von prominenten Fürsprechern für eine Neuuntersuchung ein. Zu ihnen zählten beispielsweise John Wayne und der spätere US-Präsident Ronald Reagan. Ein Berufungsgericht senkte die Strafe anschließend auf sieben Jahre herab. Im Jahr 1979 wurde Hearst von Jimmy Carter begnadigt und führt seither ein unauffälliges Leben an der Seite ihres ehemaligen Bodyguards. 2001 sprach Bill Clinton ein sogenanntes "presidental pardon" für sie aus, mit dem sie von jeglicher Schuld freigesprochen wurde. Bis heute steht nicht fest, ob Patty Hearst unter dem Stockholm Syndrom litt oder anderen Zwängen unterworfen war, die für ihr Überlaufen zur SLA verantwortlich gemacht werden können.


Die wichtigsten Schlagzeilen aus dem Oktober 1975

Im Oktober 1975 liefen die Vorbereitungen dafür, Osttimor in die Unabhängigkeit zu entlassen, auf Hochtouren. Doch dann kam alles ganz anders.
Das Land hatte seit 1951 den Status einer portugiesischen Überseeprovinz innegehabt. Nachdem das portugiesische Militär im Zuge der Nelkenrevolution gegen die Diktatur des Estado Novo aufgestanden war, erfolgte ab 1974 die politische Neuordnung Portugals. Die in diesem Zusammenhang angedachte Unabhängigkeit Osttimors wurde jedoch von einem Bürgerkrieg vereitelt, der zwischen den Anhängern der beiden größten Parteien des Landes entbrannt war. Als sich die eine der beiden Bürgerkriegsparteien schließlich behauptete und anschließend die Souveränität Osttimors erklärte, wurde dem Staat die internationale Anerkennung verweigert.
Die Regierung von Indonesien machte sich den Konflikt zunutze, indem sie behauptete, das Land davor beschützen zu müssen, in Chaos und Anarchie zu versinken. Bereits am 8. Oktober 1975 besetzten Teile der indonesischen Streitkräfte von der Weltöffentlichkeit weitestgehend unbemerkt den Ort Batugade und setzten Ihren Eroberungsfeldzug inmitten der Unabhängigkeitskämpfe von diesem Tag an kontinuierlich fort.
Dass die indonesischen Streitkräfte ihre Pläne bevorzugt im Geheimen umsetzen wollten, wurde am 16. Oktober 1975 auf ebenso eindrucksvolle wie blutige Weise demonstriert. An diesem Tag ermordeten Augenzeugen zufolge indonesische Soldaten zwei britische, zwei australische und einen neuseeländischen Journalisten. Höchstwahrscheinlich, weil sie befürchteten, dass die Medienvertreter den indonesischen Einmarsch dokumentieren könnten. Ein australischer Reporter, der rund zwei Monate später versuchte, das Schicksal der sogenannten "Bilabo Five" aufzudecken, wurde ebenfalls getötet.
Nur kurze Zeit danach wurde Osttimor vollständig von Indonesien annektiert. Im Verlauf der rund 24 Jahre anhaltenden indonesischen Besatzung wurden ca. 183.000 der rund 800.000 Einwohner Osttimors ausgerottet. Und das, obwohl Landesvertreter alle nur erdenklichen Rechtswege beschritten, um international auf die Situation aufmerksam zu machen und um Hilfe zu bitten.

In Island legten am 24. Oktober 1975 neun von zehn Frauen die Arbeit nieder. Mit dem weltweit ersten Frauenstreik sollte Gleichberechtigung eingefordert werden. Denn obwohl der Anteil, den Frauen in Island am Arbeitsleben hatten, höher lag als der anderer Länder, wurde ihnen noch immer rund ein Drittel weniger Lohn ausbezahlt als ihren männlichen Kollegen. Mit ihrem Streik gelang es den Isländerinnen, auf sehr drastische Weise aufzuzeigen, welche Bedeutung ihrer Arbeitskraft zukam. Denn während seiner eintägigen Dauer wurde das Land nahezu vollständig lahmgelegt. Geschäfte, Schulen, Kindergärten, Kulturstätten, Banken und diverse andere Arten von Einrichtungen blieben geschlossen. Zahlreiche Männer sahen sich außerdem damit konfrontiert, dass sie zu Hause bleiben und die Kinder versorgen mussten.

Derweil durften sich die bundesdeutschen Kinder an der ersten Ausgabe der Comic-Zeitschrift YPS erfreuen, die am 13. Oktober 1975 in die Läden gekommen war. Viele der Inhalte, die sich später etablierten, tauchten im ersten Heft aber noch nicht auf. So war etwa das namensgebende Känguru YPS kein Bestandteil der Erstausgabe. Was in Heft Nr. 1 allerdings nicht fehlen durfte, die Zeitschrift obendrein deutlich von anderen abhob und für besondere Begeisterung unter den Lesern sorgte, war das sogenannte "Gimmick". In diesem Fall bestand es aus einem kleinen Katapult aus Plastik.

Für die Sportwelt hielt der Monat noch ein ganz besonderes Ereignis bereit: Im Araneta Coliseum in Quezon City auf den Philippinen trat Muhammad Ali am 1. Oktober 1975 gegen Joe Frazier an. Ali streckte seinen Gegner durch einen technischen K.O. nieder und eroberte damit den Weltmeistertitel im Schwergewicht.
Der Boxkampf, der als "Thrilla in Manila" in die Sportgeschichte einging, gilt aufgrund seiner Intensität bis heute als einer der bedeutendsten überhaupt.


Die wichtigsten Schlagzeilen aus dem November 1975

In Spanien ging mit dem Tod von General Francisco Franco im November 1975 eine 36-jährige Zeit der Diktatur zu Ende. Bereits einen Monat zuvor hatte das Staatsoberhaupt seinen dritten Herzinfarkt erlitten und seither keine Gehirnaktivitäten mehr aufgewiesen. Dennoch versuchten seine Ärzte verzweifelt, ihn durch eine Vielzahl an Operationen am Leben zu halten. Am 20. November 1975 um 4.20 Uhr mussten sie jedoch einsehen, dass der Kampf verloren war. Am Morgen des 21. November überbrachte Ministerpräsident Carlos Arias Navarro dem spanischen Volk über den Rundfunk tränenreich die Nachricht vom Tode Francos: "Spanier, Franco ist tot." Einen weiteren Tag später, am 22. November 1975, wurde Juan Carlos I. zum König von Spanien proklamiert. Da Franco selbst ihn bereits 1969 zu seinem Nachfolger bestimmt und seine Ausbildung übernommen hatte, wurden dem neuen Staatsoberhaupt keine großen Erwartungen entgegengebracht. Dass sich Juan Carlos I., sobald er den zuvor knapp vier Jahrzehnte lang verwaisten Thron bestiegen hatte, tatkräftig für ein neues Spanien einzusetzen begann, überraschte die Bevölkerung. Sein Engagement in der Demokratisierung verschaffte ihm Respekt und sicherte ihm die Zuneigung der Spanier, die bis zu seiner Abdankung im Jahre 2014 anhielt.

Auf der sowjetischen Fregatte Storoschewoi kam es am 9. November 1975 zu einer Meuterei. Im Anschluss an eine Vorführung von Sergei Eisensteins Film "Panzerkreuzer Potemkin", der einen Aufstand auf einem russischen Kriegsschiff thematisiert, hatte der Politoffizier Waleri Sablin den Kapitän eingeschlossen. Anschließend beklagte er vor der versammelten Mannschaft das Abweichen der Staatsführung von Lenins Idealen und schlug vor, Regierungspartei und Bevölkerung über die Medien wachzurütteln, um eine politische Kurskorrektur zu erwirken. Da die Regierung der Sowjetunion befürchtete, dass sich die Mannschaft nach Schweden absetzen könnte, wies sie die Streitkräfte an, Jagd auf die Fregatte der Kriwak-Klasse zu machen. In Anbetracht der militärischen Übermacht gab Sablin auf und wurde festgenommen. Knapp drei Jahre später verurteilte man ihn wegen Hochverrats und ließ ihm am 3. August 1976 hinrichten. Später nutzte der Schriftsteller Tom Clancy die Vorfälle auf der Storoschewoi, um sie in seinem Roman "Jagd auf Roter Oktober" zu verarbeiten. Dieser wiederum wurde mittlerweile mit Sean Connery in der Hauptrolle verfilmt.

Ein Ereignis, das im November 1975 weitweit für Schlagzeilen sorgte, war die Ermordung von Pier Paolo Pasolini. Der Regisseur war am 2. November 1975 tot am Strand von Ostia in der Nähe der italienischen Hauptstadt Rom entdeckt worden. Die polizeiliche Untersuchung ergab, dass er mehrfach mit seinem eigenen Alfa Romeo überfahren worden war. Obwohl sich ein Mann namens Pino Pelosi im Jahr 1979 zu der Tat bekannte und die über ihn verhängte Strafe absaß, sind die Umstände von Pasolinis Ermordung bis heute nicht vollständig geklärt. Ein Dokumentarfilm von 2013 zeigt auf, dass sich keine Reifenspuren an der Leiche befanden. Und dass es Indizien dafür gab, dass der Regisseur mit einem stumpfen Gegenstand aus Metall getötet wurde. Viele Spuren waren schlampigen Ermittlungsarbeiten zum Opfer gefallen. Hinzu kam, dass Pelosi sein Geständnis gegenüber Journalisten im Jahr 2005 vollständig widerrief.

Aufgrund der Umstände von Pasolinis Tod ging die Weltpremiere seines letzten Werkes, die posthum am 22. November 1975 beim Pariser Filmfestival im Palais de Chaillot erfolgte, mit einem enormen Andrang einher. Der Film, der den Titel "Die 120 Tage von Sodom" trug und sich am gleichnamigen Werk des Marquis de Sade orientierte, bot explizite Darstellungen von Vergewaltigung, Folter und Mord. Dies führte dazu, dass er nach seiner Erstaufführung in vielen Ländern umgehend verboten wurde und bis heute als eines der umstrittensten Werke der Filmgeschichte gilt. Die Empfindungen, die das Leinwandwerk beim Premierenpublikum hinterließ, fasste Siegfried Schober in der Ausgabe 49/1975 des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zusammen: "Großsprecherisch und andächtig wurde das Testament eines Toten eröffnet, und es enthielt nichts als eine traurige Ansammlung von Obszönitäten und Fäkalien."