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Original Westfälische Rundschau in unserem Zeitungsarchiv
[Lokalteil Dortmund. Bis 1980 gibt es auch die Lokalteile von Bocholt, Münster, Lüdenscheid, Iserlohn Witten, Hamm, Tecklenburg, Recklinghausen, Wattenscheid, Wanne-Eickel, Soest-Lippstadt, Hattingen, Herne, Unna, Gladbeck, Neheim und Arnsberg]

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Westfälische Rundschau

Die Westfälische Rundschau ist eine deutsche Tageszeitung, deren Reichweite sich vor allem auf das südliche Westfalen und das östliche Ruhrgebiet erstreckt.

Ihre erste Ausgabe erschien am 20. März 1946 mit Genehmigung der britischen Militärverwaltung und umfasste aufgrund des vorherrschenden Papiermangels nur vier Seiten. Die Gründer der Zeitung, Fritz Henßler, Paul Sattler und Heinrich Sträter, waren allesamt SPD-Politiker und nahmen sich vor, mit ihrem Blatt in die Fußstapfen der 1933 von den Nationalsozialisten aufgelösten Zeitung General-Anzeiger zu treten. Um diesen Anspruch hervorzuheben, führt die Westfälische Rundschau bis heute den Zusatz "GeneralAnzeiger" im Titel.

Bis 1975 wurde das Tagesblatt von der Westfälischen Verlagsgesellschaft in Dortmund verlegt. Im gleichen Jahr wurde die Zeitung von der WAZ-Mediengruppe, die seit 2013 unter dem Namen Funke Mediengruppe bekannt ist, übernommen. Herausgegeben wird sie seither vom Zeitungsverlag Westfalen. Die Übernahme schloss auch die letzten Anteile ein, die sich noch in der Hand der Medienholding der SPD befunden hatten, so dass faktisch keine direkte Anbindung an die sozialdemokratischen Partei mehr besteht.

Seit einigen Jahren macht die Westfälische Rundschau selbst Schlagzeilen. Die Empörung schlug landesweite Wellen, als 2013 ihre Redaktion mit 120 Stellen komplett geschlossen wurde. Seither setzt sich der Inhalt der renommierten Tageszeitung fast ausschließlich aus Fremdstücken zusammen, was dazu führte, dass die zuständige Gewerkschaft das Medium in "die Zombie-Zeitung" umtaufte. Einige der Lokalausgaben des Presseorgans werden von der Funke Mediengruppe zudem inzwischen in Kooperation mit Fremdverlagen herausgegeben, die sich die Titelrechte in im Verbreitungsgebiet gesichert haben. Nur noch wenige Teile des Inhalts der Westfälischen Rundschau werden heute von einem kleinen Team erstellt, das bis April 2015 der Leitung von Chefredakteur Malte Hinz unterstand.

Derzeit erscheint die Westfälische Rundschau noch von montags bis samstags. Die Zukunft des Mediums ist jedoch ungesichert. Bereits im September des Jahres 2014 reichte der Zeitungsverlag Westfalen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ein. Die zuletzt publizierte Auflagenstärke stammt aus dem 1. Quartal des Jahres 2013 und weist 115.000 verkaufte Exemplare aus.

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