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Westdeutsche Rundschau Archiv

(Tageszeitung für nationale Politik, Bergisches Land und Hagen)

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Westdeutsche Rundschau

Die Westdeutsche Rundschau war eine deutsche Zeitung, die in Wuppertal verlegt wurde.

Die erste Ausgabe des Presseorgans gelangte am 8. Mai des Jahres 1946 in den Handel. Zuvor hatte die britische Militärverwaltung eine Lizenz erteilt. Zuerst erschien die Westdeutsche Rundschau zweimal, später dreimal pro Woche. Ihre politische Ausrichtung lässt sich als FDP-nah bezeichnen.

In ihrer Anfangszeit wurden Ausgaben für die Bezirke Düsseldorf, Köln, Aachen, Duisburg und Oberhausen publiziert. Die Ausgaben für Duisburg und Oberhausen wurden nach dem Ende der Lizenzpflicht am 21. September 1949 abgeschafft und seit dem 29.10.1949 unter dem schon vor dem Zweiten Weltkrieg bekannten Namen Duisburger General-Anzeiger vertrieben. Zwar diente dem neuen Medium ein eigenständiger Verlag als Herausgeber, redaktionelle Kooperationen wurden jedoch weiterhin gepflegt und bis zum 31.03.1950 aufrecht erhalten. Mit dem Monat April des Jahres 1967 übernahm die Westdeutsche Rundschau den Mantel der Düsseldorfer Nachrichten. Aufgrund ihrer schwindenden Verkaufszahlen musste das Blatt sein Erscheinen schließlich vollständig einstellen. So hatte ihre Auflagenstärke, die im Jahr 1949 noch weit über 76.000 Zeitungen umfasst hatte, bereits im Jahr 1967 nur noch bei 11.300 verkauften Exemplaren gelegen. Deshalb erschien am 14.08.1971 schließlich die letzte Ausgabe der Zeitung Westdeutsche Rundschau.

Ein besonders bekannter Vertreter des Mediums ist der vorherige Feuilletonchef Eike Pies, der sich in der Öffentlichkeit auch unter den Pseudonymen Wilhelm van der Horst, John F. Mortimer, Jules Silver und Jean-Baptiste Delacour einen Namen gemacht hat.

Pies wurde zehn Jahre nach dem Erscheinen der letzten Ausgabe der Westdeutschen Rundschau besondere Beachtung zuteil, als er die These aufstellte, der französische Philosoph René Descartes sei 1650 nicht wie zuvor vermutet an einer Lungenentzündung gestorben, sondern vielmehr vergiftet worden. Pies, der unter anderem auch ein Medizinstudium absolviert hat, war aufgrund von Beschreibungen der Krankheitssymptome Descartes stutzig geworden, diagnostizierte eine Arsenvergiftung und benannte sogar den vermeintlichen Mörder. Zwar gilt seine Argumentation heute als nicht stichhaltig genug, doch konnte seine Mordthese in den Folgejahren verdichtet und auch seine Vermutung, dass die Mörder des berühmten Mannes am schwedischen Hof anzutreffen waren, weiter untermauert werden.