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Original Leipziger Volkszeitung in unserem Zeitungsarchiv
(Tageszeitung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Bezirk Westsachsen)

Aus folgenden Jahren finden Sie die Zeitung Leipziger Volkszeitung in unserem Archiv:

1960er

1980er

1990er

Leipziger Volkszeitung

Die Leipziger Volkszeitung ist eine deutsche Tageszeitung, die von der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft publiziert wird. Das Blatt, das auch unter seinem Kürzel LVZ bekannt ist, erscheint von montags bis samstags und verfügt über sozialdemokratische Wurzeln.

Die erste Ausgabe des Presseorgans erschien bereits am 29. September 1894. Zu diesem Zeitpunkt wurde sie allerdings noch als kostenloses Probeexemplar ausgegeben. Von Beginn an wurde ihr u.a. darüber großes Interesse zuteil, dass die Zeitung Der Wähler, die zwei- bis dreimal monatlich veröffentlicht wurde und als "sozialdemokratisches Organ für das Viertel unter dem Manhartsberg" ausgewiesen war, auf das neue Medium hinwies.

In einem Leipziger Polizeibericht von 1894 wird die "geschickte Leitung" der Leipziger Volkszeitung erwähnt, welche es von Beginn an verstand, sich ungemein scharf, dabei aber stets so umsichtig zu äußern, dass nie Klage erhoben werden konnte. Um das Jahr 1914 herum galt die Zeitung als wichtigstes Sprachrohr des linken SPD-Flügels um Rosa Luxemburg. Diese hatte im Jahr 1902 sogar selbst drei Monate lang in der Redaktion mitgearbeitet. Nach der Abspaltung der SPD ging die Zeitung 1917 in den Besitz der USPD über und wurde nach der Wiedervereinigung im Jahr 1922 erneut SPD-Organ, bis die Nationalsozialisten die Partei im Jahr 1933 verboten.

Im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg entstand auf dem ehemaligen Gelände der Zeitung Leipziger Neueste Nachrichten der neue Sitz der LVZ. Von hier aus wurde sie ab dem 19. Mai 1946 als Parteiorgan der SED für Westsachsen bzw. später für Nordwestsachsen verlegt. Bis zur Wende verkörperte sie zudem das Sprachrohr der Leipziger SED-Bezirksleitung.

Im Anschluss an die deutsche Wiedervereinigung übernahmen die Verlage Axel Springer und Madsack die Leipziger Volkszeitung. Seit 2009 gehört die LVZ zu 100% zur Hannoveranischen Madsack Gruppe, an der die SPD über ihre Medienholding mit 20,4 % beteiligt sind.

Gegenwärtig stellt die Leipziger Volkszeitung die einzige lokale Tageszeitung in Leipzig. Zu ihrem Verbreitungsgebiet zählen auch die Kreise Delitzsch/Eilenburg, Grimma/Wurzen und Borna/Geithain, in denen sie mit einem jeweils regional ausgerichteten Untertiteln ausgegeben wird. Weitere Regionalausgaben der LVZ erscheinen unter eigenständigen Titeln. Dazu zählen derzeit die Döbelner Allgemeine Zeitung, die Oschatzer Allgemeine, die Torgauer Zeitung sowie die Osterländer Volkszeitung und das Regionalblatt Dresdner Neueste Nachrichten.

Die Auflagenstärke der Leipziger Volkszeitung liegt aktuell bei insgesamt 192.975 verkauften Exemplaren (Stand 1. Quartal 2015).

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