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Original Die Welt in unserem Zeitungsarchiv
(Überregionale, große deutsche Tageszeitung)

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1940er

DIE WELT

DIE WELT ist eine deutsche Tageszeitung mit überregionaler Ausrichtung, die heute in 130 Länder verkauft wird.

Ihre erste Ausgabe erschien am 2. April 1946 in Hamburg.
Die britische Militärverwaltung, welche die Lizenz erteilt hatte, verfolgte anfangs das Ziel, das neue Medium auch zu nutzen, um die öffentliche Meinung im eigenen Sinne zu beeinflussen. Als im Frühjahr 1946 mit Rudolf Küstermeier ein Sozialdemokrat Chefredakteur wurde, kam es deshalb zu ersten Konflikten mit der britischen Verwaltung. Die Redaktion widersetzte sich dem Anliegen, für Propagandazwecke eingespannt zu werden. Sie verfolgte strikt den Anspruch, Fakten deutlich von Kommentaren zu trennen und in den Leitartikeln stets gegensätzliche Positionen zu präsentieren. Auf diese Weise gelang es ihr, die Auflagenstärke stetig zu steigern.
Als es im Jahr 1952 zum Verkauf kam, lag die Zahl der verkauften Exemplare bei rund einer Million. Dementsprechend groß war das Interesse am Erwerb des Presseorgans. 16 Bieter beteiligten sich ernsthaft an den Verkaufsgesprächen. Den Zuschlag erhielt letztlich Axel Springer, der durch den Neuerwerb schlagartig zum bedeutendsten Verleger der Bundesrepublik aufstieg und dessen Verlagshaus noch heute als Herausgeber von DIE WELT fungiert.

Im weiteren Verlauf wandelte sich die Ausrichtung der Tageszeitung erheblich. Zwar gab es bereits seit der Übernahme durch Springer eine konservative Leitung – diese zeichnete sich allerdings u.a. dadurch aus, aus Prinzip keine Bekenntnisse zu parteipolitischen Präferenzen abzugeben. Mit den 1960er Jahren setzte jedoch ein deutlicher Rechtskurs ein. Das einst liberale Blatt erwies sich bald als erzkonservativ und erklärte sich im Jahre 1965 schließlich selbst zur "großen nationalen Zeitung". Infolgedessen stellten Autoren wie Ilse Elsner, Sebastian Haffner und Erich Kuby die Arbeit für das Medium ein, während Journalisten wie Winfried Martini, Friedrich Zimmermann oder der ehemalige Pressechef des NS-Außenministeriums Paul Karl Schmidt alias Paul Carell das Ansehen der Zeitung zu prägen begannen.

Erst 1998 und mit der Ernennung von Mathias Döpfner zum neuen Chefredakteur setzte ein Richtungswechsel ein. Döpfner holte neue Autoren ins Boot und erwirkte damit eine beachtliche Meinungsvielfalt innerhalb der Berichterstattung von DIE WELT. Zusammen mit der inhaltlichen Neuorientierung des Blattes wurde eine optische Überarbeitung durchgeführt.

Schon seit 1948 existiert neben der von montags bis samstags erscheinenden Tageszeitung DIE WELT auch das Sonntagsblatt WELT AM SONNTAG. Seit dem Jahr 2004 vertreibt die Axel Springer SE auch die Tageszeitung DIE WELT Kompakt, die im handlichen Tabloid-Format vertrieben wird und zahlreiche Inhalte von ihrer Schwester DIE WELT bezieht.

Die Auflagenstärke des Tagesblattes DIE WELT, die zusammen mit jener von DIE WELT Kompakt erhoben wird, liegt aktuell bei 201.159 verkauften Exemplaren (Stand 1. Quartal 2015).