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Die nächsten Geburtstage stehen vor der Tür:


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Was geschah im Jahr 1970

Jahresrückblick und Schlagzeilen aus dem Jahr 1970

Mit dem neuen Jahrzehnt setzte auch eine neue Phase in der Beziehung zwischen der Bundesrepublik und der DDR ein. Bundeskanzler Willy Brandt und der stellvertretende Staatsratsvorsitzende der DDR, Willi Stoph, statteten sich gegenseitige Besuche ab. Ebenfalls im Zeichen zunehmender Entspannung stand die Unterzeichnung des Warschauer Vertrages zwischen Deutschland und Polen. Ein Bild des Jahres 1970, das von allen Zeitungen präsentiert wurde, ist jenes vom Kniefall von Warschau. Bundeskanzler Brandt war am 7. Dezember 1970 (Ereignis nachzulesen in den Zeitungen vom 08.12.1970 in unserem Archiv) am Ehrenmal für die Helden des Warschauer Ghettos auf die Knie gesunken. Auf diese Weise war der Bitte um Vergebung für die deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs symbolisch Ausdruck verliehen worden. Die Repräsentanten der vier Siegermächte nahmen im gleichen Jahr in Berlin Verhandlungen in der Berlin-Frage auf. Ziel war es, ein Berlin-Abkommen zu treffen, das den Status der geteilten Stadt regeln sollte.

Die Regierung der USA hatte 1970 auch mit einer Vielzahl von anderen Problemen zu kämpfen. In Indochina tobte weiterhin der Vietnamkrieg. Präsident Johnson hatte 1968 die "Vietnamisierung" eingeleitet, die vorsah, verbündete asiatische Staaten weiterhin zu unterstützen, ihnen jedoch die militärische Selbstverteidigung allein überlassen. Richard Nixon setzte diese Linie zuerst im Rahmen der sogenannten Nixon-Doktrin fort. Nach dem Sturz von Prinz Norodom Sihanouk von Kambodscha durch den mit den USA sympathisierenden Lon Nol, änderte er jedoch den Kurs. Ab dem 1. Mai 1970 fand unter Beteiligung von rund 31.000 US-Soldaten eine Bodenoffensive in den Grenzgebieten Kambodschas statt. Die dort vermuteten Quartiere des Vietcong sollten vernichtet werden. Außerdem hoffte Nixon, den nordvietnamesischen Streitkräften auf diese Weise den Weg nach Südvietnam abschneiden zu können.

In der Heimat erreichten die Proteste gegen den Krieg, die sich bis in den Kongress fortsetzten, derweil einen neuen Höhepunkt. Am 4. Mai 1970 (Ereignis nachzulesen in den Zeitungen vom 05.05.1970 in unserem Archiv) eskalierte während einer Demonstration auf dem Campus der Kent State University in Ohio die Lage. Nationalgardisten feuerten über 67 Schuss ab und töteten dadurch vier Studenten. Neun weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Zwei der Getöteten, die allesamt unbewaffnet waren, hatten sich lediglich in der Nähe befunden und an der Protestveranstaltung gar nicht teilgenommen. Die Zeitungen berichteten voller Entsetzen unter dem Titel "Kent-State-Massaker" über die blutigen Vorfälle und stärkten damit den Kriegsgegnern den Rücken. Letztlich führte der erstarkende Widerstand innerhalb der USA dazu, dass Nixon die Invasion Kambodschas im Juni 1970 abbrechen musste.

Das Jahr 1970 steht auch für eine Neuformation des Terrorismus.
In der Bundesrepublik wurde Andreas Baader während eines Interviewtermins im politikwissenschaftlichen Institut der freien Universität Berlin am 14. Mai (Ereignis nachzulesen in den Zeitungen vom 15.05.1970 in unserem Archiv) aus der Haft befreit. Es folgte die Gründung der Roten Armee Fraktion, die das Land in den folgenden Jahren in Angst und Schrecken versetzen sollte.

In Argentinien wurde der vormalige Präsident Pedro Eugenio entführt und ermordet. In Kanada leitete die Gefangennahme des Diplomaten James Richard Cross zusammen mit der Entführung und Ermordung des Politikers Pierre Laporte die sogenannte Oktoberkrise ein. Papst Paul VI. überstand ein Attentat durch den bolivianischen Maler Benjamín Mendoza y Amor Flores auf den Philippinen unverletzt.

Am 1. September (Ereignis nachzulesen in den Zeitungen vom 02.09.1970 in unserem Archiv) verübte eine palästinensische Gruppierung einen Anschlag auf Jordaniens König Hussein I.. Dies verschärfte den Konflikt, der zwischen den Palästinensern und ihrem jordanischen Gastland schwelte, empfindlich. Die Lage eskalierte im Jordanischen Bürgerkrieg. Dieser sogenannte "Schwarze September" konnte erst am 19. Juli 1971 (Ereignis nachzulesen in den Zeitungen vom 20.07.1971 in unserem Archiv) mit der Vertreibung der palästinensischen Organisationen aus Jordanien beendet werden.

Am 16. Oktober (Ereignis nachzulesen in den Zeitungen vom 17.10.1970 in unserem Archiv) wurde u.a. unter Beteiligung von James Taylor und Joni Mitchell ein Benefizkonzert zugunsten einer Anti-Atomtest-Aktion namens Greenpeace veranstaltet. Ursprünglich sollte die Aktion nur dazu dienen, mit einem Boot gegen einen geplanten Atomtest auf der Insel Amchitka im Südwesten Alaskas zu demonstrieren. Letztlich mündete sie aber in die Gründung der Umweltschutzorganisation Greenpeace im folgenden Jahr.

Die Beatles lösten sich kurz vor der Veröffentlichung ihres letzten Albums "Let it be" auf. Jimy Hendrix und Janis Joplin starben im Alter von 27 Jahren. Ein Jahr zuvor war bereits der "Rolling Stone" Brian Jones mit 27 Jahren gestorben und ein Jahr später folgte der gleichaltrige Doors-Frontmann Jim Morrisson. Die Zeitungen entwickelten deshalb anschließend die Idee eines "Club 27". Als 1994 Nirwana-Sänger Curt Cobain wie auch Amy Winehouse im Jahre 2011 mit 27 Jahren das Zeitliche segnete, wurde der Gedanke erneut von den Medien aufgegriffen.

Zu einem sehr positiven Ende gelangte letztlich die US-amerikanische Raumfahrtmission Apollo 13. Die Mondmission war aufgrund der Explosion eines Treibstofftanks vorzeitig abgebrochen worden. Die Besatzung informierte die Bodenstation mit dem legendären Funkspruch "Houston, we have had a problem." über den Vorfall. Anschließend begann ein wahrer Krimi um die Rückkehr zur Erde. Die dreiköpfige Crew behielt die Nerven und konnte die Raumkapsel am 17. April 1970 (Ereignis nachzulesen in den Zeitungen vom 18.04.1970 in unserem Archiv) problemlos im Pazifik wassern.

Die Meldungen, welche die Nachrichtensendungen "Tagesschau" und "heute" dazu präsentierten, konnte das deutsche Fernsehpublikum seit diesem Jahr übrigens auch in Farbe verfolgen. Vielleicht vor dem ersten Tatort, der am 29. November 1970 (Ereignis nachzulesen in den Zeitungen vom 30.11.1970 in unserem Archiv) ausgestrahlt wurde? Oder nach dem Sport? Denn 1970 war auch das Jahr, in dem die Trimm-dich-Bewegung ins Leben gerufen wurde.


Die wichtigsten Schlagzeilen aus dem August 1970

Im August des Jahres 1970 wurde die Welt wieder ein bisschen friedlicher: Im Katharinensaal des Moskauer Kreml unterschrieben Vertreter der Bundesrepublik am 12. August 1970 gemeinsam mit Repräsentanten der Sowjetunion den Moskauer Vertrag. Für die Sowjetunion zeichneten Ministerpräsident Alexei Kossygin und Außenminister Andrej Gromyko; die deutschen Unterschriften stammten von Bundeskanzler Willy Brandt und Außenminister Walter Scheel. Dem Vertrag kam besondere Bedeutung zu, da er den internationalen Frieden absichern und den Entspannungsprozess fördern sollte, um die vom Kalten Krieg geprägte Lage in Europa zu normalisieren. Glaubt man der BILD-Zeitung vom Folgetag, so äußerte Kossygin im Anschluss an den bedeutsamen Akt Willy Brandt gegenüber die Ansicht, dass jetzt "[...] alle einen Wodka verdient" haben.

Vor dem Landgericht von Saarbrücken endete am 7. August 1970 der Prozess gegen die Verantwortlichen im Fall des sogenannten Soldatenmordes von Lebach. Die drei Angeklagten waren im Vorjahr in die Standortmunitionsniederlage Landsweiler des Fallschirmjägerbataillons 261 am Bundeswehrstandort Lebach eingedrungen und hatten auf fünf anwesende Soldaten geschossen. Drei der Opfer waren sofort tot, ein vierter Mann erlag später seinen schweren Verletzungen. Die Täter entkamen mit einer großen Menge Munition und mehreren Waffen, was in der Folgezeit eine intensive Debatte über die unzureichende Sicherung von Militäreinrichtungen bedingte. Lange Zeit wurde öffentlich darüber spekuliert, ob die Tat auf die außerparlamentarische Opposition zurückzuführen war. Ermittlungen von Oberstaatsanwalt Siegfried Bubak ergaben jedoch, dass das Verbrechen auf drei junge Homosexuelle zurückging, die mit dem Erlös aus ihrer Beute gemeinsam ein neues Leben in einem fernen Land finanzieren wollten. Dass ihr skrupelloses Handeln zweivon ihnen lebenslang und den dritten für sechs Jahre ins Gefängnis bringen könnte, hatten die Männer nicht mit einkalkuliert. Ein neues Leben begann dennoch: der einzige Überlebende der Tat, Bernhard Schulz, wurde im August 1970 Vater eines Sohnes.

Am 30. August 1970 wurde Rom von einem Verbrechen erschüttert, das als eines der spektakulärsten in die Kriminalgeschichte der italienischen Hauptstadt eingehen sollte. Durch einen Notruf alarmiert, eilte der Chef der Mordkommission in die Via Puccini 9. Dort, im Wohnsitz des Marchese Casati Stampa di Soncino, entdeckte er drei Leichen. Der Marchese hatte neben seiner Frau einen jungen Mann namens Massimo Minorenti sowie sich selbst erschossen. Was sich eingangs wie ein klassisches Eifersuchtsdrama deuten ließ, nahm im Zuge der Ermittlungen weit komplexere Züge an. Es zeigte sich, dass der Marchese seiner Frau über Jahre hinweg Liebhaber zugeführt hatte, um dem anschließenden Liebesspiel als Voyeur beizuwohnen. Die Enthüllungen über die Neigungen des angesehenen Paares sowie der folgende Erbstreit bildeten einen gigantischen Skandal, den die Presse als gefundenes Fressen betrachtete. Dass die einzige Tochter des Marchese als Alleinerbin aus der Tragödie hervorging, machte diese zum Glücksfall für einen anderen: Silvio Berlusconi profitierte immens, indem er den Palazzo Pinciano mitsamt seinem kostbaren Innenleben für einen wahren Spottpreis von der ahnungslosen Erbin erwarb.

Für einen weiteren Skandal sorgte das Film-Debüt von Mick Jagger. Am 1. August 1970 feierte der Film "Performance" mit dem bislang nur als Sänger bekannten Jagger in der Hauptrolle seine Leinwandpremiere. Der Stones-Frontmann spielt darin einen bisexuellen Rockstar, der permanent berauscht ist und in einer Ménage-à-trois mit zwei Frauen lebt. Dies allein hätte vermutlich schon gereicht, um die Gemüter zu erhitzen. Dass der Film zudem zahlreiche explizite Sexdarstellungen bot, machte den Eklat perfekt.

Reinen Herzens freuen konnten sich am 29. August 1970 die Kickers Offenbach. Denn das Team konnte sich mit 2:1 gegen den 1. FC Köln behaupten und dadurch in Hannover den DFB-Pokal erobern.


Die wichtigsten Schlagzeilen aus dem September 1970

Jordaniens König Hussein I. entging am 1. September 1970 nur knapp einem Attentat durch die marxistische Palästinenserorganisation PFLP. Die angespannte Situation zwischen den Palästinensern und ihrem Gastland Jordanien verschärfte sich dadurch empfindlich. Noch im gleichen Monat entführte die gleiche radikale Palästinenserorganisation fünf Passagierflugzeuge mitsamt den vorwiegend westlichen 435 Zivilisten an Bord. Dass Palästinenserführer Arafat die Taten öffentlich guthieß, empörte nicht nur das Königshaus, sondern ließ die Lage endgültig eskalieren. Die Region war seit dem Sechstagekrieg im Jahre 1967 nie wirklich zur Ruhe gekommen und es hatte immer wieder Gefechte zwischen palästinensischen Freischärlern und jordanischen Soldaten gegeben. Die Ereignisse aus dem September des Jahres 1970 brachten den endgültigen Ausbruch des Jordanischen Bürgerkrieges. Auf der einen Seite kämpften palästinensische Guerillas und syrische Soldaten, auf der anderen die Streitkräfte Jordaniens. Die Kampfhandlungen hielten bis in das Jahr 1971 hinein an und endeten mit der Vertreibung der palästinensischen Organisationen aus Jordanien. Die Vorgänge fanden als "Schwarzer September" Eingang in den Sprachgebrauch.

Die Ereignisse dürften auch von der deutschen Terrororganisation RAF gebannt verfolgt worden sein. Deren Mitglieder hatten sich nach der spektakulären Befreiung von Andreas Baader am 14. Mai 1970 in Jordanien von der PLO im Häuserkampf ausbilden lassen. Nach ihrer Rückkehr verübte die noch junge RAF am 29. September 1970 drei Überfälle auf Banken in Berlin. Zu den 200.000 DM Beute kamen weitere Geldbeträge sowie Dokumente und Fahrzeuge, die in der Folgezeit gestohlen wurden. Dies alles bildete die Basis für das Leben im Untergrund und damit auch für die späteren Geschehnisse, die als Deutscher Herbst in die Geschichtsbücher eingehen sollten.

Am 5. September 1970 wurde die Motorsportwelt erschüttert: Der Formel-1-Pilot Jochen Rindt verunglückte in Italien im Zuge des Trainings für den Großen Preis von Monza tödlich. Durch seinen deutlichen Vorsprung sicherte er sich dennoch den Weltmeistertitel, der ihm als bis dato einzigem Fahrer posthum verliehen wurde.

Auch für den späteren Formel-1-Fahrer Niki Lauda war 1970 kein gutes Jahr. Während dessen Verlauf erlitt er in der Formel-3 gleich drei Unfälle. Besonders großes Glück hatte Lauda bei einer Kollision, die sich am 5. September 1970 im holländischen Zandvoort ereignete und die ihn leicht das Leben hätte kosten können. Im Anschluss an die Unfallserie wechselte Niki Lauda aus der von ihm als "Wahnsinnsformel" bezeichneten Formel-3 in die Formel-2 und stellte klar, dass er nicht länger "ein Wahnsinniger in einem Feld von zwei Dutzend Wahnsinnigen" zu sein gedenke.

Mehr Leichtigkeit hatte demgegenüber Einzug in die bundesdeutschen Kinos gehalten. Dort wurde ab September 1970 der Dokumentarfilm von Michael Wadleigh über das Woodstock-Festival gezeigt. Das Werk, das den Untertitel "Drei Tage des Friedens, der Liebe und der Musik" trug und der mit Hilfe der neuen Splitscreen-Technik bis zu drei Perspektiven parallel zeigen konnte, fing die ausgelassene Stimmung der Veranstaltung perfekt ein. Im Gegensatz zum Festival, das im Vorjahr im US-Staat New York ausgerichtet worden war, erwies sich der Film auch als kommerziell erfolgreich.

Einer der Protagonisten des Films sollte noch im gleichen Monat zu Tode kommen: Am 18. September 1970 starb Jimi Hendrix im Londoner Hotelzimmer seiner Freundin Monika Dannemann. Hendrix war an seinem eigenen Erbrochenen erstickt, nachdem er eine hohe Überdosis an Schlaftabletten und Alkohol eingenommen hatte.


Die wichtigsten Schlagzeilen aus dem Oktober 1970

In der kanadischen Provinz Québec nahm die größte Krise in der Geschichte der Region am 5. Oktober 1970 ihren Auftakt.
An diesem Tag wurde der von Großbritannien in Kanada eingesetzte Handelskommissar James Richard Cross in der Stadt Montreal entführt. Für die Geiselnahme verantwortlich zeichnete die Terrororganisation Front de libération du Québec (FLQ). Die Geiselnehmer forderten die Entlassung von einer Reihe inhaftierter Terroristen sowie die medienwirksame Veröffentlichung ihres Manifestes.
Am 10. Oktober 1970 verkündeten Regierungsvertreter im Rahmen einer Pressekonferenz, dass Verhandlungen mit der FLQ nicht zur Debatte stünden. Nur etwa zwanzig Minuten nach Bekanntwerden dieser Feststellung wurde der kanadische Politiker Pierre Laporte ebenfalls entführt. Infolge der Ereignisse bat die Regierung von Québec die kanadische Armee am 15. Oktober 1970 um Unterstützung bei der Terrorismusbekämpfung. Am Folgetag, dem 16. Oktober 1970, forderte sie zudem die Bundesregierung dazu auf, den Ausnahmezustand über die Provinz zu verhängen. In der Folgezeit wurden die bürgerlichen Rechte mit Füßen getreten und Hunderte von FLQ-Anhängern ohne formellen Haftbefehl festgenommen. Die Terroristen rächten sich mit der Ermordung Laportes, über die sie am 17. Oktober 1970 einen Radiosender informierten. Kurze Zeit später wurde die Leiche des Politikers im Kofferraum eines Wagens aufgefunden, der in der Nähe des Flughafens Saint-Hubert abgestellt worden war.
Der zuerst entführte Cross wurde letztlich am 3. Dezember 1970 freigelassen. Im Gegenzug erhielten fünf Terroristen freies Geleit nach Kuba. Die Ereignisse gingen als Oktoberkrise in die Geschichtebücher ein.

In Ägypten schlossen sich am 1. Oktober 1970 rund vier Millionen Menschen dem Trauerzug für den drei Tage zuvor verstorbenen Staatspräsidenten Gamal Abdel Nasser an. Unmittelbar vor seinem Tod hatte er dazu beigetragen, einen Waffenstillstand zwischen Jordanien und den Palästinensern auszuhandeln. Er galt als bedeutender Sprecher der arabischen Welt und stand für eine arabische Einheit und Revolution. Sein Tod lähmte sein Land und weite Teile der arabischen Welt über Tage hinweg. Am Randes des Trauerzugs für den Staatsmann kam es zu Szenen der Massenhysterie und zu Tumulten. Mehrfach musste die Polizei dem Wagen mit dem Sarg mit Gewalt freie Bahn verschaffen.

Ein weiterer Todesfall, der die Welt bewegte, ereignete sich am 4. Oktober 1970. Janis Joplin wurde im Alter von 27 Jahren tot auf dem Fußboden ihres Zimmers im Landmark Motel in Los Angeles gefunden. Die Musikerin war an einer Überdosis Heroin gestorben. Auf ihrem posthum veröffentlichten Album "Pearl" fehlt deshalb die Tonspur des Titels "Buried Alive in the Blues", die Joplin am 5. Oktober 1970 hatte einsingen sollen.
Da sie am 1. Oktober 1970 ihr Testament hinterlegt hatte, war das materielle Erbe Joplins klar geregelt. Der Hauptteil der Erbmasse ging an ihre Familie. Ihr Bargeld wurde jedoch wunschgemäß dazu verwendet, eine Party für rund 200 Freunde zu veranstalten.

In der Bundesrepublik schieden sich die Geister an der Verfilmung von Günther Hunolds Buch "Schulmädchen-Report". Deren erster Teil feierte am 23. Oktober 1970 seine Leinwandpremiere. Präsentiert wurden Interviews mit jungen Mädchen und Frauen, die sich ausführlich zu ihrer Sexualität äußerten. Während die einen sich über die Scheinauthentizität des Filmes ereiferten, erbosten sich die anderen über die kleinbürgerlich-patriarchalen Altherrenphantasien, die er präsentierte. Das alles konnte dem Erfolg des Filmes allerdings nichts anhaben: Rund sechs Millionen Zuschauer sahen sich den ersten Teil der Reihe an, die mittlerweile 12 Filme umfasst, und machten ihn damit zu einem der fünf erfolgreichsten deutschen Filme überhaupt.

Wie bahnbrechend die offene Thematisierung von Sexualität in jenen Tagen gewesen sein muss, lässt ein Skandal erahnen, über den die Presse sich ausführlich ereiferte: Die SPD-Abgeordnete Helene-Charlotte von Bothmer hatte am 14. Oktober 1970 in einem weißen Hosenanzug eine Rede im Bundestag gehalten. Damit reagierte sie auf zuvor getätigte Äußerungen des Bundestags-Vizepräsidenten Richard Jaeger. Dieser hatte gesagt, dass er es keiner Frau gestatten würde, das Plenum in Hosen zu betreten, geschweige denn an das Rednerpult zu treten.
Anschließend erhielt die Politikerin zahlreiche Schreiben, die größtenteils anonym verfasst wurden und Beschimpfungen bis hin zu Drohungen enthielten.

Für eine echte Sensation sorgte das Volleyball-Team der Herren aus der DDR. Diese Mannschaft konnte sich am 2. Oktober 1970 in Bulgarien im Finalspiel gegen das Team des Gastgeberlandes behaupten und wurde Weltmeister!


Die wichtigsten Schlagzeilen aus dem November 1970

In Japan kam es am 25. November 1970 zu einem ungeheuerlichen Ereignis. Der international beachtete Schriftsteller Mishima Yukio drang mit vier Mitgliedern seiner Privatarmee ins Hauptquartier der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte vor. Dort nahm die Gruppe den Kommandanten als Geisel und rief anschließend vom Balkon aus die anwesenden Soldaten dazu auf, das Parlament zu besetzen. Zusätzlich forderte Mishima die Wiedereinsetzung des Kaisers, den er als wahre Quelle der japanischen Kultur betrachtete. Als sich die angesprochenen Soldaten desinteressiert zeigten und nicht reagierten, begingen Mishima und ein Mitglied seiner Privatarmee Seppuku. Dabei handelt es sich eine Form des Selbstmordes, die seit dem 12. Jahrhundert von Samurai praktiziert und im Jahr 1868 offiziell verboten wurde. Sie schließt ein, dass der Bauch wenige Zentimeter unterhalb des Bauchnabels von links nach rechts mit einer abschließenden Aufwärtsführung der Klinge aufgeschlitzt wird. Auf das Signal eines letzten Kopfsenkens hin wird abschließend der Hals von einem bereitstehenden Vertrauten weitgehend, jedoch nicht vollständig durchtrennt, um den Eintritt des Todes zu beschleunigen und damit langes Leiden zu vermeiden. In Mishimas Fall wurde diese Aufgabe für beide Männer von einem weiteren Mitglied der privaten Armee übernommen. Im Anschluss an die erschreckende Tat kamen viele Vermutungen über die Ernsthaftigkeit von Mishimas Forderungen auf. Viele glaubten, dass der Schriftsteller, der in den 1960er Jahren auch in einigen Yakuza- und Samuraifilmen aufgetreten war und für Fotobände mit homoerotischen Halbakten posierte, einen romantischen Doppelsuizid mit seinem Geliebten begangen oder einen letzten künstlerischen Akt vollführt haben könnte. Der Biograf Mishimas, Henry Scott Stokes, sieht in der Tat jedoch allein aufgrund der Ortswahl einen klar politisch motivierten Akt.

Nur zwei Tage später misslang ein weiterer gewalttätiger Umsturzversuch. Dieser hatte sich allerdings nicht gegen die Regierung eines Landes, sondern gegen das Oberhaupt der katholischen Kirche gerichtet. Am Morgen des 27. November 1970 attackierte der bolivianische Maler Benjamin Mendoza y Aznor in Manila Papst Paul VI. Der groß gewachsene Attentäter war als Priester verkleidet in die Nähe des Gottesmannes gelangt, wo er ein Messer mit einer 30 cm langen Klinge gezückt hatte. Paul VI. trug nur leichte Verletzungen davon. Wie die Berichterstattung der Zeitungen hervorhob, war es das beherzte Eingreifen seines Privatsekretärs, Monsignore Pasquale Macchi, das Schlimmeres verhinderte.

In München wurde am 1. November 1970 der erste zivile Rettungshubschrauber der Bundesrepublik in Betrieb genommen. Diese Maßnahme erwies sich als richtungsweisend für die zivile Luftrettung in weiten Teilen der Welt. Seinen Namen erhielt der Hubschrauber übrigens in Anlehnung an Christopherus, den Schutzpatron der Autofahrer.

Mit großem Interesse wurde in jenen Tagen auch der erste Film der Reihe "Tatort" bedacht. Er trug den Titel "Mit dem Taxi nach Leipzig" und lief am 29. November 1970 erstmals im Fernsehen.

Was allerdings noch mehr Interesse erregte, waren die ersten "Seite-Drei-Girls", die ab dem 17. November 1970 von der britischen Tageszeitung "The Sun" präsentiert wurden. Die freizügigen Bilder, die stets eine nur leicht oder gar nicht bekleidete Frau zeigten, verschafften dem Medium rasch eine Auflagensteigerung von rund 40%.

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